Ein kleiner, aber feiner Weihnachtsmarkt

Aachener Zeitung – Nord / Lokales / Seite 24

Innenhof der Burg Setterich: Hübsche Umgebung, schöne Buden, engagierter Chef des Gewerbevereins. Die Besucher bleiben gerne.

Baesweiler. Klaus Schäfer, der Vorsitzende des Gewerbevereins Setterich, hat ein Händchen im Umgang mit Kindern. Da hört und sieht man auch beim Weihnachtsmarkt in Setterich immer gerne zu. Ob das nun das Herbeirufen des Nikolaus‘ ist oder die singenden Kinder auf der Bühne angekündigt werden. Der Chef motiviert alle – und das in der schnuckeligen Umgebung, in die sich der Markt hineingepflanzt hat.

Der Innenhof der Burg Setterich wirkt wie ein kleines „Katschhöfchen“ – in Anlehnung an den großen Weihnachtsmarkt auf dem Katschhof der Kaiserstadt. Mit seinen 15 Holzhäusern ist der Settericher Markt, ausgerichtet vom Gewerbeverein, sicherlich überschaubar. Aber die Menschen drehen nur langsame Runden und bleiben länger als ein Stündchen. Das liegt nicht nur am süffigen Glühwein, den beispielsweise die vier ehemaligen Marktprinzessinnen Martina Jansen, Tochter Pia, Regine Kaiser und Edith Hübner am Stand tranken. Sie sind ein gutes Beispiel, wie sich die Dorfgemeinschaft versteht.

Auch Besucher Franz Koch hat mit seiner Lebensgefährtin schon viermal das Budenstädtchen umkreist. Alle zehn bis zwanzig Meter bleibt das Pärchen stehen. Denn immer wieder schüttelt man Freunden die Hand, tauscht sich kurz aus oder labt sich an Heribert Werdens Leckereien. Der Meisterkoch aus Setterich hat viel zu tun. Denn nicht nur Muzen, Mandeln oder Lebkuchenherzen wecken Begehrlichkeiten bei den Besuchern. Es darf schon mal ein deftiger Braten auf dem Teller liegen. Gewinnspiele, Verlosung von Sachpreisen, der Auftritt der fünf Turmbläser oder eben die Kindergesänge der Kleinen aus den Settericher Kindergärten haben den Besuchern die beiden Markttage versüßt. Da blieb auch Willi Linkens, Bürgermeister der Stadt, noch ein halbes Stündchen länger und genoss „den hervorragend organisierten Markt“, den die Settericher auf die Beine gestellt haben. (mas)