Der Gewerbeverein stellt sich vor

Langjährige Ideen zur Gründung eines Gewerbevereins in Setterich wurden Anfang 1979 realisiert, als sich die Herren Helmut Fahnenschreiber, Willi Froesch, Willi Lowis, Wolfgang Lüttgens, Helmut Schoenecker, Herbert Stürmer, Hans Bially und Friedhelm Braun zur Vorbereitung der ersten Mitgliederversammlung mit Vertretern der Kreissparkasse und der Raiffeisenbank zusammenfanden. Dabei war es keine Frage, daß der Vorsitzende dieses neu zu gründenden Vereins Friedhelm Braun sein sollte. Im Vorfeld der ersten Mitgliederversammlung konnte dann Heinz Römgens als Geschäftsführer für den Gewerbeverein gewonnen werden.

Einstimmig wurde Friedhelm Braun Mitte 1979 in der ersten Mitgliederversammlung zum Vorsitzenden gewählt und ebenfalls einstimmig Helmut Fahnenschreiber zu seinem Stellvertreter.

Insbesondere die Kontakte Friedhelm Braun zu der hiesigen Stadtverwaltung, zu den Verbänden und Vereinen waren für den Gewerbeverein immer sehr wertvoll und hilfreich. Von seinen Ideen profitierte der Verein unter seinem Vorsitz für insgesamt 12 Jahre.

Die sich bei der Neugründung zusammengeschlossenen 25 Mitgliedsgeschäfte stellten sich zu Pfingsten 1979 erstmals mit einer größeren Aktion der Öffentlichkeit vor. Schon im gleichen Jahr wurde eine erste Weihnachtsbeleuchtung installiert und die erste Weihnachtsverlosung durchgeführt.

Aufgrund dieser Aktivitäten stieg die Mitgliederzahl des Vereins schnell auf 43 an. Im Jahr 1980 wurde eine erste Muttertags-Aktion mit großem Erfolg durchgeführt und gleichzeitig durch die erste Ausgabe einer eigenen Zeitschrift „Setterich aktuell“ beworben.

Im Jahr 1981 wurden dann die Gewinner der Settericher Weihnachtsverlosung auf dem Bauernball im Saal Werden ermittelt. Der Gewerbeverein wollte durch diese Maßnahme seine enge Verbundenheit mit den Ortsvereinen demonstrieren.

Ebenfalls im Jahre 1980 wurde eine große Bürgerbefragung durchgeführt, die interessante Aussagen zu der Wertigkeit des Einzelhandelsstandortes Setterich auftat. Im gleichen Jahr trat der Gewerbeverein dann auch der Interessengemeinschaft Settericher Ortsvereine bei.

Im Dezember des Jahres 1981 war es dann auch schon so weit, daß der Gewerbeverein einen ersten Weihnachtsmarkt durchführen konnte. Veranstaltungsort war der Parkplatz vor der Kreissparkasse. Ebenfalls in diesem Dezember 1981 fuhr erstmals der Nikolaus mit einer Kutsche durch den Ort und verteilte Weckmänner an die Kinder.

Im Jahre 1982 wurde die Weihnachtsbeleuchtung ausgebaut und erstmals ein Weihnachtsbasar im schön gestalteten Settericher Burgpark abgehalten.

1984 wurde dann die Bundesstraße 57 ausgebaut. Damit einher gingen erhebliche Beeinträchtigungen für unsere Geschäftsleute. In dieser besonderen Situation wurde wieder einmal deutlich, wie wichtig für den Verein die guten Kontakte zu Rat und Verwaltung waren, die der Vorsitzende Friedhelm Braun nun einmal hatte. Mit großem Erfolg wurde eine Bürgerversammlung mit Vertretern der Verwaltung und des Rates, der bauausführenden Firma und des Straßenbaulastträgers durchgeführt.

Im September 1984 wurde dann anlässlich der Fertigstellung der Bundesstraße 57 ein erstes Straßenfest durchgeführt. Noch im gleichen Jahr sprangen dann erstmals der Nikolaus und Knecht Ruprecht mit Fallschirmen aus einem Hubschrauber anlässlich unseres Weihnachtsbasares über dem Burgpark ab.

1986 trat der Gewerbeverein dem Einzelhandelsverband Bezirk Aachen e.V. Bei.

Im September 1986 wurde nach zähem Ringen mit Polizei, Straßenverkehrsamt und Rheinischem Straßenbauamt die Möglichkeit geschaffen, wieder ein Straßenfest auf der Bundesstraße 57 durchzuführen. Auch dieses Fest war – wie das vorangegangene – ein riesiger Erfolg für den Settericher Gewerbeverein.

Im gleichen Jahr wurde erstmals eine Gewinnsumme von10.000 DM bei der großen Weihnachtsverlosung bereitgestellt.

Im März 1987 wurde dann das Problem der Planung eines Selbstbedienungswarenhauses im Stadtteil Baesweiler für den Gewerbeverein bedeutsam.

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im April 1987 richtete Vorsitzender Friedhelm Braun schwere Vorwürfe gegen Rat und Verwaltung der Stadt Baesweiler in Bezug auf diese mögliche Ansiedlung eines Warenhauses im Stadtzentrum. Zu dieser Veranstaltung waren Herr Dipl.-Kfm. Ebert vom Einzelhandelsverband, Herr Bürgermeister Hans Plum und zahlreiche Ratsvertreter anwesend. Die massiven Einwände, die seitens des Gewerbevereins bei dieser Versammlung vorgetragen wurden, trugen wohl entscheidend mit dazu bei, daß es im Mai 1987 dann in der Zeitung hieß: „ Supermarkt“ ist in Baesweiler vom Tisch.

Im Jahre 1988 feierte der Gewerbeverein sein 10-jähriges Bestehen mit der Durchführung eines Gala-Abends mit den „Höhnern“ im Festzelt.

Nachdem Friedhelm Braun im Jahre 1990 endgültig seinen Verzicht auf den Vorsitz erklärt hatte, wurde er auf der Mitgliederversammlung zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt.

Das langjährige Vorstandsmitglied Wilhelm-Josef Jansen wurde bei dieser Versammlung einstimmig zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Der neue Vorsitzende konnte im Herbst des Jahres 1990 dann wieder zahlreiche Besucher zu einem weiteren Straßenfest begrüßen. Obwohl die Konkurrenz zum mächtigen Alsdorfer Europafest, hieß es im Bericht der Aachener Nachrichten vom 12. September 1990:“Was haben diese Settericher nur?“. Die Antwort des Berichterstatters lautete dann wie folgt: „ Die Settericher machen ihr Fest nur alle 2 Jahre, dann aber richtig“. Der Reporter sah ein Bündel an Lebensfreude in ein ungekünsteltes Fest verpackt und verlebte nach einigen Worten ein paar unbeschwerte Stunden die Hauptstraße rauf und runter, denn „dort gab es genügend Anlaufstellen beschwingt-heiterer Atmosphäre, die äußerst ansteckend war“.

Im Jahre 1991 wurde unter dem Vorsitz Wilhelm-Josef Jansen eine großangelegte Schaufensteraktion unter dem Motto „Setterich in alten Ansichten“ durchgeführt.

Dem persönlichen Einsatz von Wilhelm-Josef Jansen war es zu verdanken, daß viele Aktionen des Gewerbevereins mit neuem Leben erfüllt wurden.

Leider konnte er aus beruflichen Gründen im Jahre 1993 nicht mehr für den Vorsitz des Gewerbevereins zur Verfügung stehen. Auch kein anderes Mitglied des Vereins sah sich imstande, alleine diese verantwortliche Aufgabe wahrzunehmen. In vielen Gesprächen wurde daher die heute noch geltende Lösung eines „Geschäftsführenden Vorstandes“ gefunden. In diesen geschäftsführenden Vorstand wurden die Herren Helmut Fahnenschreiber, Heinz Froesch, Wolfgang Lüttgens und Heinz Schröders gewählt. Zusammen mit den weiteren Vorstandsmitgliedern, dem Geschäftsführer Heinz Römers und dem Kassierer Willi Frings leiten sie die Geschicke des Gewerbevereins.